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 Pressemeldung

 

Frauen rechnen mit Schröder ab

Die Aktion "Tag der Abrechnung" unter der Schirmherrschaft von Alice Schwarzer kämpft für Uni-Sex-Tarife bei privaten Versicherungen. Ab 8. März wird abgerechnet. Frauen schicken eine Rechnung an den Bundeskanzler und fordern ihn auf, die - in der so genannten Riester-Rente oder anderen privaten Rentenversicherungen - zu viel gezahlten Frauenstrafprämien zu erstatten.

Die Aktion findet große Zustimmung bei den Frauen. Bereits eine Woche nach der Auftaktpressekonferenz am 25.02.04 ist die erste Auflage von 60.000 flyern vergriffen. "Von Minute zu Minute tragen sich Frauen auf unsere Homepage ein und erklären, dass sie die Rechnung an den Kanzler weggeschickt haben. Die zweite Auflage von 50.000 flyern ist in Auftrag gegeben", erklärten die Initiatorinnen heute in Berlin.

Anlass für diese Aktion: die Bundesregierung hat das Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung abgesenkt. Versicherte müssen die dadurch entstandene Versorgungslücke durch private Verträge auffüllen, hierzu zählt auch die "Riester-Rente". In diesen privaten Rentenversicherungen werden Frauen als schlechtere Risiken behandelt und - bei gleichen Prämien - mit 15% weniger Rente im Alter als Männer bestraft. Dies ist eine geschlechtsbezogene Diskriminierung. Das Kriterium "Geschlecht" ist willkürlich. Dazu die Initiatorinnen: "Niemand käme z.B. auf die absurde Idee, Westdeutschen höhere Prämien abzuverlangen als Ostdeutschen, nur weil Menschen im Westen länger leben.

Deshalb fordert die Aktion "Tag der Abrechnung" die Bundesregierung auf, Unisextarife für die private Rentenversicherungen zur Pflicht zu machen und die EU-Richtlinie zu Unisex-Tarifen zu unterstützen.

 

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